Die Traube
Bis
zum Herbst wachsen aus den Fruchtknoten der Traubenblüten die Früchte
- die Traubenbeeren - heran. Die einzelnen beeren bilden durch den Zusammenhalt
der Rispe die Traube. Jede der Beeren besteht aus der Schale, den Beerenfleisch
und mehreren Kernen. Vor der reife sind alle Beeren grün. Im Herbst färben
sich weiße Traubensorten grünlich, gelblich, bei manchen Sorten wie
dem Traminer auch leicht rötlich. Die Rotweinsorten färben sich rot
bis blau, z. T. beinahe schwarz (z. B.Lemberger, Dornfelder). Der Farbstoff
der roten Sorten, das Oenin, ist bei fast allen Sorten nur in den Zellen der
Beerenschale eingelagert. Im Herbst muß deshalb durch Maischenerhitzung
oder Maischengärung dafür gesorgt werden, daß der Farbstoff
sich aus der Schale löst und in den Saft gelangt. Wird dies nicht gemacht,
erhält man Rosee-Weine oder Weißherbst.
Form,Farbe,Größe und Geschmack sind für jede Sorte typisch und
unverwechselbar.
Im Gegensatz zu den Tafel- bez. Esstrauben haben Weintrauben einen wesentlich
höheren Zuckergehalt. Da sie aber gleichzeitig auch sehr viel Fruchtsäuren
enthalten schmecken Weintrauben, v. a. die des Rieslings, nicht süsser
als Tafeltrauben, da die Süsse von der Säure überdeckt wird.
