"Der Trollinger ist ein Wassersäufer und ein Dreckspatz." Boris Birkert

Trollinger:

Trollinger auch Blauer Trollinger ist eine rote Rebsorte. Der Name ist vermutlich aus "Tirolinger" entstanden, da die zugrunde liegende Traube die Südtiroler Rebsorte Vernatsch (nicht zu verwechseln mit dem italienischen Vernaccia) ist. Varianten des Trollinger sind Großvernatsch (italienisch Schiava Grossa), Edelvernatsch (italienisch Schiava Grossa). Weitere Synonyme sind: Fleischtraube, Bocksauge, Bocksbeutel, Bockstraube, Troller, Hammelshoden, Frankenthaler, Malvasier...

Diese Rebsorte wurde schon von den Römern an den Rhein gebracht, von wo aus sie sich auch ins Württembergische weiterverbreitet hat. In anderen Regionen Deutschlands besitzt sie heute keine Bedeutung mehr. Die Qualität der Weine aus dieser Rebsorte ist oft schlicht, aber zum Teil auch sehr delikat. Positiv fallen bei guten Trollingerweinen "Frische" und "Saftigkeit" auf.

Der Trollinger verlangt beste Lagen und reift spät. Die Rebsorte ist insgesamt sehr wuchsfreudig und empfindich gegen Krankheiten, Schädlinge und Frost, wohl aufgrund der relativ weichen Blätter und Triebe. Die Trauben sind sehr großbeerig bei einer eher dünnen Beerenhaut und finden teilweise auch als Tafeltraube in Gewächshäusern unter der Bezeichnung Black Hamburg Verwendung. Die daraus hergestellten Weine sind meist blassrot.

Der Trollinger ist der Inbegriff des schwäbischen Vierteles-Weins - und damit Ausdruck einer bodenständigen Weinkultur im Württembergischen. (Quelle: Wikipedia).

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