Die soeben von der Gesellschaft für Konsumforschung GfK), Nürnberg, für das Jahr 2001 vorgelegten Zahlen belegen, dass die Deutschen immer mehr zu einer Nation der Weingenießer werden.

Von 100 Euro, die die 17.000 befragten Haushalte für alkoholhaltige Getränke ausgaben, entfielen 32,40 Euro auf Wein und nur noch 30,70 Euro auf Bier – eine rasante Entwicklung wenn man bedenkt, dass 1995 lediglich 23,6 % des Budgets für Rebensaft ausgegeben wurden gegenüber 36,5 % für Bier. Über diese Entwicklung freuen sich deutsche und ausländische Winzer gleichermaßen, denn alle Anbieter konnten von diesem Zuwachs profitieren.

Ausgaben für alkoholhaltige Getränke

Verbrauchsangaben Haushaltskonsum in %

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

Spirituosen

26,0

25,1

25,1

24,2

24,2

23,8

23,6

Wein

23,6

26,9

27,5

28,2

29,4

31,2

32,4

Sekt/Champagner

10,6

10,3

10,1

9,9

9,8

9,3

9,1

Bier

36,5

34,6

34,1

33,7

32,7

31,7

30,7

Alle Anderen

3,4

3,1

3,2

4,0

3,9

4,0

4,2

Gesamtausgaben in Mrd. €

20,0

20,5

20,2

20,2

20,5

20,8

21,1

Quelle: GfK Consumer Scan (17.000 Haushalte)

Auch die neusten Zahlen für das erste Quartal 2002 zeigen, dass von einer Abschwächung der Nachfrage wegen der Euro-Einführung oder der allgemeinen konjunkturellen Abkühlung keine Rede sein kann. Drei Prozent mehr Haushalte als im Vorjahreszeitraum haben Wein eingekauft, und die eingekaufte Menge stieg sogar um acht Prozent, wobei Rotwein (+ 10 %) etwas stärker zulegen konnte als Weißwein (+ 7 %).

Weinarten 1998 – 2002 gesamt

Menge in %

Weiss

Rot

Rosé

Jahr 1998

48,3

43,5

8,2

Jahr 1999

46,5

45,5

7,9

Jahr 2000

43,3

48,4

8,4

Jahr 2001

41,1

50,6

8,3

1. Quartal 2002

39,6

53,0

7,4

Quelle: GfK Consumer Scan

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