,

Barrique - Weine: Was steckt dahinter??

Einige unserer besten Weine, vor allem aus der Chardonnay-Rebe, dem Lemberger und dem Spätburgunder, werden heute in Barriques ausgebaut. Demnächst wird es auch einen Riesling aus dem Barrique-Fass geben. Grund genug Ihnen einige Hintergründe zu dieser "neuen alten" Tradition zu geben:

Das kleine, rund 600 Euro teure, 225 Liter große Eichenfass, meist aus französischer Herkunft, wird vor Gebrauch getoastet, also ausgebrannt. Dabei karamellisieren die Zellulosen und andere Holzstoffe, und es entstehen Röstaromen, die später auch im Wein zu finden sind. Barriqueweine haben deshalb oft eine deutliche Kaffee- oder Mokkanote in Bouquet und Geschmack. Aber auch Vanille-, Karamel- und Kokosaromen stammen vom Eichenholz, das außerdem Gerbstoffe (Tannine) an den Wein abgibt. Im Barrique ist der Austausch zwischen Holzoberfläche und Wein intensiver als im großen Holzfass. Außerdem erfolgt durch die recht dünne Fasswandung ein Gasaustausch, der zu einer kontrollierten Oxidation im Wein führt. Meist werden die ausgelaugten Fässer schon nach 2 oder 3 Jahren erneuert. Je nach Jahrgang und Power des geernteten Mostes wählen wir für den Ausbau jeden Weins eine Kombination aus neuen und bereits gebrauchten Barriques, um so die Holzaromen zu dosieren. Junge Barriqueweine verströmen oft einen intensiven, den Fruchtgeschmack dominierenden Holzton. Mit zunehmender Flaschenreife tritt das Holzaroma etwas in den Hintergrund. Für den Ausbau im Barrique wählen wir nur hochgrädige Weine mit Mostgewichten ab Spätlese-Niveau aus.

 

 

Zum Archiv

Zur Hauptseite

Linkpartner:
Wein-Plus
Das unabhängige Weinportal