Grauburgunder
Gäbe es beim Wein Geheimagenten,
er wäre der klassische Kandidat. Wer hat so viele Gesichter wie der Graue
Burgunder? Der Abkömmling des Blauen Spätburgunders ist wahrscheinlich
aus Burgund über die Schweiz nach Deutschlnad gelangt. Hier ist er inzwischen
weiter verbreitet als in seiner französischen Heimat, wo er im Elsaß
als Pinot Gris oder als Tokay d'Alsace bekannt ist. die Winzer im Wallis nennen
ihn übrigens Malvoisie in Italien heißt er Pinot Grigio und in Ungarn
"Grauer Mönch". Auch in Deutschland gibts es Synonyme: Als Ruländer
werden meist körperreiche, schwere und mild ausgebaute Grauburgunder verkauft.
Der Graue Burgunder hat rötliche, manchmal auch grüne Beeren. Er liebt
tiefgründige Böden und reift lange. Je später gelesen, desto
höher das Mostgewicht, oftmals übertrifft er den Riesling um 10 Grad
Öchsle. Der Geschmack des Grauburgunders ist voll und fruchtig, gelegentlich
ganz leicht bitter.
Herkunft: Burgund, Mutation aus dem Blauen Spätburgunder
Anteil an der Gesamtrebfläche (Deutschland): 2 500 ha ( 2,5 %)
Typische Aromen: Birne, Honig, Ananas, grüne Bohnen, Liebstöckel.