Kurzbericht zur Person, Eleonore Birkert:
Liebe Besucher,
damit
Sie sich ein Bild von mir machen können, finden Sie hier einen Bericht,
der im Buch "Hohenlohe Unser Land Erleben- 75 Jahre Landwirtschaftsschule
und Vereine Landwirtschaftlicher Fachhochschulabsolventen Öhringen/Künzelsau"
erschienen ist. Auch wenn dabei der Schwerpunk nicht im Weinbau liegt, hoffe
ich, daß Sie dadurch eine Vorstellung von mir bekommen,
herzlichst
Lore Birkert
Artikel aus "Hohenlohe Unser Land Erleben"
Hätte
mich 1969 beim Abschluß der Fachschule Öhringen jemand gefragt, wie ich mir
meine Zukunft vorstelle, wäre ich bestimmt nicht auf die Idee gekommen, als
meinen späteren Wirkungskreis Weingärtnerin oder Besenwirtin anzugeben. Nach
der Heirat und der Übernahme des elterlichen Betriebes meines Mannes folgte
als Berufsabschluß 1974 die Meisterprüfung. Bei der Analyse unseres Betriebes
wurde klar, daß der kleinstrukturierte Hof mit Milchwirtschaft, Obst- und Weinbau
keine Zukunftsperspektiven bot. Nach Aufstockung der Weinbaufläche auf ca. 6
ha wagten wir 1986 den Schritt in die Selbstvermarktung. Aus dem vorhandenen
Wirtschaftsgebäude entstanden Kellerei und Besenwirtschaft. Seither vermarkten
wir unsere Weine über die Flasche direkt ab Hof. Hier, wie auch im Besenbetrieb,
werden wir von unseren zwei Söhnen, die sich noch im Studium befinden, unterstützt.
In einem Betrieb mit heut 16 ha Wein- und Obstbau und der Besenwirtschaft bleibt im Prinzip für mich wenig Zeit für außerbetriebliche Tätigkeiten. Doch die ersten Kontakte mit dem Ehrenamt hatte ich bereits in der Landjugend als Kreisvorsitzende. Im Landfrauenverein Adolzfurt wurde ich 1972 Mitglied und 10 Jahre später zur Vorsitzenden gewählt. Ob Gesundheit, Ernährung oder Gesellschaftspolitik, die Weiterbildung wird von den Frauen sehr geschätzt. Doch auch der gesellige Teil des Vereinslebens darf nicht zu kurz kommen; er fördert das Zusammenleben im Dorf. Die Zufriedenheit der Mitglieder ermutigt zum ehrenamtlichen Engagement. Auch im Vorstand des Kreislandfrauenvereins und im Ausschuß des Vereins der Fachhochschulabsolventen sind Anregungen und Ideen gefragt.
Vor der Kreistagswahl 1994 wurde ich gebeten auf der Liste der UWV (Unabhängige Wähler-Vereinigung) zu kandidieren. Ganz ohne mein Zutun wurde ich in den Kreistag des Hohenlohekreis gewählt und sehe jetzt wie wichtig es ist, daß alle Berufsstände und vor allem auch Frauen hier vertreten sind. Im Sozial- Kultur- und Jugendhilfeausschuß gibt es vor den Kreistagssitzungen vielfältige Aufgaben und Probleme des Kreises zu beraten. Vorinformation und Gespräche fordern neben der täglichen Arbeit im Betrieb viel Zeit. Wenn auch in Zeiten leerer Kassen die Kommunalpolitik schwieriger ist, sehe ich den Einsatz für die Allgemeinheit für mich nicht als Belastung, sondern im Gegenteil, als Ausgleich zur täglichen Arbeit und als Bereicherung meiner Persönlichkeit.
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