Müller-Thurgau

Müller-Thurgau

Rivaner klingt gut. Viel besser jedenfalls als der ehrwürdige Name Müller-Thurgau. Dabei ist die Wortschöpfung aus "Riesling" und "Silvaner" genaugenommen falsch. Forscher haben nämlich durch Genanalyse herausgefunden, daß nicht dr Silvaner, sondern der Gutedel der Kreuzungspartner des Rieslings gewesen ist. Müller Thurgau gibt es in fast allen Anbaugebieten. Die Sorte ist die meistverbreitete in Deutschland. Sie kann hohe Erträge und dementsprechend bei Mengenproduktion uninteressante Weine hervorbringen. Man kann aber auch etwas besseres daraus machen. Kennzeichen ist das feine Muskataroma im blumigen Duft, der allerdings bei älteren Weinen verlorengeht. Die Säure ist meisten mild und gibt dem Wein eine gewisse Eleganz. Der Müller-Thurgau ist kein Lagerwein, er sollte innerhalb von wenigen Jahren getrunken werden.

Herkunft: Züchtung von Professor Hermann Müller, Geisenheim 1882 (in Wädenswill weiterentwickelt und erst 1913 nach dem Züchter benannt. Nach neuesten Erkentnissen nicht, wie angenommen, Rielsing x Silvaner, sondern Rielsing x Gutedel (Chasselas).

Anteil an der Gesamtrebfläche (Deutschland): 23 489 ha (= 22,2%)

Typische Aromen: grüner Apfel, Geranie, Zitrone, Muskatnuß, grüner Paprika, Honig.

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