Traminer

Sicher, man muß ihn mögen. Manche Fans knackiger Pfirsichfrucht halten den Gewürztraminer für zu blumig und aromatisch. Aber wie ein feiner Duft - die Nuance entscheidet - auch bei Menschen gefällt, die man "gut riechen" kann, so hat auch der Traminer seine Freunde (die korrekte Bezeichnung lautet Roter Traminer, die anderen beiden sich zugelassene Synonyme Was heißt "Gewürz"? Eine höchst unbeholfene Umschreibung jenes aromatischen Buketts von Rosenblüten und Trockenfrüchten, das von einem zartbitteren Fruchtgeschmack ergänzt wird. Je nach Boden und Ertrag sind die Weine elegant-duftig oder schwerer ausgeprägt. Es gibt auch beachtliche edelsüße Spezialitäten. Je leichter der Boden und je kleiner der Ertrag (unter 50 Hektoliter/ha), desto schöner offenbart sich die typische Eigenart des Traminers, die möglichst spät, aber mit ausreichender Säure gelesen werden sollte. Ach wenn Sie aromatische Weine problematisch finden, sollten Sie einen Traminer zu Terrinen, leichten Salaten oder Käse probieren. Zum Dessert oder Aperitif ist seine edelsüße Variante besten geeignet.

Herkunft: Möglicherweise griechischen Ursprungs, später aus Südtirol eingeführt, seit 1546 in Deutschland erwähnt.

Anteil an der Gesamtrebfläche (Deutschland): 837 ha (=0,8%)

Typische Aromen: Rosenblüte, Gewürznelke, Honig, Vanille, Akazienblüte, Orangenkonfitüre.

 

hh
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